DOING FAMILY in turbulenten Zeiten (ausgefallen)


Schnell am Morgen die Brote richten für die Schulpausen der Kinder, für die Geburtstagsfeier von Oma ein Geschenk organisieren, die neue Kollegin einarbeiten und trotzdem pünktlich wieder daheim sein, und dann noch den Haushalt wuppen, am Abend die Steuererklärung in Angriff nehmen und mit dem Töchterlein ein ernstes Gespräch übers letzte Wochenende führen – wer kennt dies und Ähnliches nicht aus seinem Familienalltag? Die Sozialwissenschaften sprechen hier vom DOING FAMILY. Damit wollen sie ausdrücken, dass Familie heute nicht einfach da ist, sondern eine wichtige Herstellungsleistung der Familienakteure darstellt, ohne die keine Gesellschaft existieren kann. Diese Herstellungsleistung wird immer zeitintensiver, anstrengender und anspruchsvoller: Neben den großen Krisen der Zeit sind es insbesondere zwei gesellschaftliche Systeme, die Familien an die Grenzen ihrer Belastbarkeit bringen. Da ist das zeit- und energiefressende Wirtschafts- und Arbeitssystem auf der einen Seite und das immer mehr den Familienalltag prägende, regelrecht besetzende Bildungssystem auf der anderen Seite. Beide tragen zu einer Entgrenzung des Lebens bei, die auch sehr schädliche Folgen in Form von dauernder Selbstoptimierung und Opferung der eigenen Bedürfnisse haben kann. 
>Im  Seminar werden die Hintergründe dieses spannungsreichen und teilweise  erschöpfenden spätmodernen Familienlebens beleuchtet. Es bleibt aber nicht bei einer reinen Analyse. Es werden vielmehr gemeinsam Hilfestellungen/Angebote für Familien sondiert sowie praktische Vorschläge für ein entschleunigteres Familienleben erarbeitet.


* kostenfreier Rücktritt bis eine Woche vor Kursbeginn

05.03.2024 - 19.03.2024 (3-mal) 19:00 - 21:00 Uhr
KB105121MA*
40,40 € (gültig ab 6 TN) (nicht rabattierbar)